Am 27. September ist Fairtrade-Kaffee-Tag 2013

9. September 2013  •  Neues

Recherchiert man über das Thema „Fairer Kaffeeanbau“, so stolpert man fast unweigerlich über das Schlagwort „Fairtrade“. Dazu gibt es in Kürze ein besonderes Event – der Tag des Kaffees. Der so genannte Fairtrade-Kaffee-Tag findet dieses Jahr am 27. September 2013 statt.

Ein bisschen die Welt verändern

Das offizielle Motto „Fairtrade-Kaffee trinken und dabei die Welt verändern“ bringt es schon auf den Punkt. Das Schöne daran – hier kann jeder mitmachen. Das große Ziel ist es, 150.000 Bäume in Peru zu pflanzen. Dazu engagieren sich TransFair, der Verein zur Förderung des Fairen Handels mit der „Dritten Welt“ e.V., und die Produzenten der Kooperative Sonomoro in Peru für einen ganz besonderen Tag. Unter der Webseite fairtrade-deutschland.de/fairtrade-kaffee-tag-2013/ finden sich eine Menge Aktionsideen, um gemeinschaftliche Aufmerksamkeit auf fairen Kaffeekonsum und Nachhaltigkeit zu lenken. Da gibt es beispielsweise eine Petition „Ich trinke Fairtrade-Kaffee“ (53734 Teilnehmer, Stand: 09.09.13, 11:33 Uhr), einen Fotowettbewerb, den Versand von E-Cards und kostenloses Material, um selbst eine entsprechende Aktion vor Ort zu veranstalten. Unter allen Teilnehmern werden 1000 Fairtrade-„Coffee to go“-Keramikbecher verlost. Ansonsten kann man natürlich auch einfach den Like-Button auf der entsprechenden Facebook-Seite drücken: facebook.com/fairtrade.deutschland

Aber was ist eigentlich Fairtrade-Kaffee?

In vielen Ländern gehört die Kaffeeproduktion zu einen der wichtigsten Wirtschaftszweige. Ganz oben stehen Länder wie Brasilien, Kolumbien, Vietnam, Indonesien und Mexiko. Neben unvorhersehbaren Wetterbedingungen kämpfen die arbeitenden Kaffeebauernfamilien (Produzenten) aber noch mit einem ganz anderen Problem: die Schwankung des Weltmarktpreises für Kaffee. Die Produzenten sind meist den lokalen Zwischenhändler ausgeliefert. Entsprechend werden die Ankaufspreise für Rohkaffee niedrig gehalten. Um den Produzenten mehr Sicherheit gegen zu können, sollen vermehrt Fairtrade-Standards greifen. Hierbei werden Mindestpreise, Bio-Zertifikationen und Arbeitsverhältnisse festgelegt. Teilnehmen können allerdings nur Produzenten, die sich zu Kooperativen beziehungsweise Organisationen zusammengeschlossen haben. Einen guten Einblick gibt das PDF-Dokument „Standard for Small Producer Organizations“.

Kaffeereport2013Tassen (Quelle: Tchibo)

Vor einigen Wochen berichteten wir über den „Kaffeereport 2013 von Tchibo“. Dazu wurden auch Zahlen zum Thema „Nachhaltigkeit“ erhoben. Die aktuellen Daten von vier großen Umweltschutzorganisationen/Zertifizierungsstellen beziehen sich auf die Absatzmengen von fair angebauten Kaffee. Positiv fällt die steigende Akzeptanz von Fairtrade-Kaffee auf. Laut UTZ CERTIFIED stieg der Absatz von 121.234 (2010) auf 136.752 Tonnen im Jahr 2011. Rainforest Alliance meldet, dass sich der Absatz von 114.924 (2010) auf 129.864 Tonnen im Jahr 2011 erhöhte. Bei Fairtrade stieg der Absatz 2010 von 87.780 auf 98.073 Tonnen (2011). Laut 4C Association (Deutscher Kaffeeverband, Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit) gab es einen Sprung von 24.000 (2010) auf 48.000 Tonnen im Jahr 2011.

Auch die aktuelle Studie CEval von SECO, Misereor, Brot für die Welt und EED zeigt, dass Fairtrade-Kaffee zu Verbesserungen der Lebensverhältnisse der Produzenten geführt hat. Die komplette Studie gibt es als PDF-Dokument.

Fotoquelle: TransFair e. V. / Miriam Ersch
Grafik: Tchibo Kaffeereport 2013