Teepads – Genuss oder Verschwendung?

10. Januar 2013  •  Neues Tipps und Wissenswertes

Dass mit Padmaschinen nicht nur Kaffee zubereitet werden kann, sondern auch Tee, war vor Jahren noch undenkbar. Schließlich muss Tee eine bestimmte Zeit im Wasser ziehen und passte daher gar nicht mit der Arbeitsweise von Pad- oder Kapselmaschinen zusammen. Doch mittlerweile haben einige renommierte Anbieter ihr Sortiment auch auf Teepads ausgebreitet. Der Verbrauch spricht jedenfalls dafür. Laut The Nielsen Company wurde 2011 allein mit Schwarztee mehr als 115 Millionen Euro Umsatz in Deutschland erwirtschaftet.

Tee in Pads und Kapseln

Als der Schweizer Konzern Nestlé ankündigte, dass er den Teemarkt revolutionieren wolle, sorgte das für großes Aufsehen. Die Welt berichtete darüber in ihrem Artikel „Nestlé packt jetzt auch Tee in Kapseln“ bereits im Mai 2010. Der versprochene Erfolg blieb bislang noch aus. Jedenfalls was den „Aha“-Effekt der Konsumenten betrifft. Eine Abwandlung sind Teepads. Hier benötigt man kein separates Gerät, sondern nur einen speziellen Padhalter. Teepadhalter sind bereits für circa acht Euro im Einzelhandel erhältlich. Hersteller wie Goldmännchen, Tea-Friends und Lawrence bieten zudem verschiedene Sorten ihrer Teesorten auch in Padform an. Preislich liegt eine Tasse Tee dann durchschnittlich bei 13 bis 30 Cent.

Geschmackssache – die Zubereitung macht’s

Einige schwören drauf, andere können diese Teezubereitung nicht verstehen. Geschmäcker sind seit eh und je verschieden. Doch prinzipiell lässt sich mit einer herkömmlichen Padmaschine auch Tee zubereiten. Dazu sind einige Dinge zu beachten. Wenn das Gerät ebenfalls mit Kaffeepads genutzt wird, sollte vor jeder Teezubereitung ein Leerlauf durchgeführt werden. Zudem wird die Verwendung von speziellen Teepadhaltern empfohlen. Wenn möglich sollten zwei Teepads gleichzeitig eingelegt werden. Beim Brühvorgang sollte nur die 1-Tassen-Funktion betätigt werden. Um die Tasse anschließend aufzufüllen, empfiehlt es sich die 1-Tassen-Taste erneut drücken. Damit wird der Kontakt von Wasser und Tee zumindest erhöht.

Der Selbsttest zeigte, dass Kräuter- und Früchtetees durchaus schmecken können. Schwarzer Tee hingegen blieb relativ schwach. Ihm fehlte das typische Teearoma, was man normalerweise kennt. Die Pads riechen vor der Benutzung dagegen recht aromatisch. Inhaltlich gleichen sie normalen Teebeuteln. Dass heißt es werden dafür auch Teepulver und -krümel, also „Dusts and Fannings“, verwendet. Als Fazit können wir sagen, dass diese Art von Teezubereitung nichts für wahre Teegenießer ist. Daher sollte die Padmaschine dem schwarzen Heißgetränk treu bleiben. Für „Zwischendurch“-Teetrinker kann es aber durchaus eine bequeme Alternative sein.

Foto: Padmaschinen.net